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Vorbereitungen
Der erste Versuch, diese Expedition zu beschreiben, ging zusammen mit allen Fotos verloren, als ich in British Guyana ausgeraubt wurde. Dies ist der zweite Versuch – ohne Bilder.
Alles fing damit an, dass ich in den Dschungel wollte. Und im Dschungel braucht man eine Waffe, dachte ich. Ich hielt mich gerade in Trinidad auf, der Hauptstadt der Region Beni in Bolivien, und machte mich folglich dort als erstes auf die Suche nach etwas geeignetem. Es gab einen einzigen Jagd- und Angelladen direkt an der Plaza, doch dort konnte man mir nicht weiterhelfen. So entschloss ich mich, mein Glück in Santa Cruz zu versuchen, einer der grössten und modernsten Städte Boliviens und früher bekannt als einer der Hauptumschlagsplätze des bolivianischen Kokains, das bis in die sechziger Jahre hinein ein ganz normales Handelsgut gewesen war. Nachdem ich mich in einer preiswerten Unterkunft eingemietet hatte, machte ich mich gleich auf die Suche. Ich fand mehrere Waffenschmieden, doch alles, was ich dort gezeigt bekam, waren alte, bleischwere Colts oder ausrangierte Polizeiwaffen, Kaliber .38. In Bolivien ist nur das .22er Kaliber für Privatpersonen zugelassen. Für die grössere Munition muss man spezielle Quellen “konsultieren”, was sich im Preis niederschlägt. Rund ein Dollar pro Kugel soll das nächstgrössere Kaliber kosten. Da ich noch nichtmal die geringste Übung mit irgendeiner Art von Waffe hatte, wollte ich natürlich ein paar Pakete Munition verschiessen, um das Gefühl für die Waffe und fürs Zielen zu bekommen. Blieb mir also eigentlich nur das überall erhältliche und preiswerte Kleinkaliber. Ob es für den Dschungel das Richtige war, darüber war ich mir nicht so ganz sicher. Der Hotelwirt, mich aus den Augenwinkeln etwas argwöhnisch betrachtend, gab mir Hinweise auf mögliche Bezugsquellen. Die grossen Märkte, auf denen von der DVD-Raubkopie über das gefälschte Designerhemd bis zur einen oder anderen herrenlosen Faustfeuerwaffe alles zu bekommen ist, waren seiner Meinung nach die beste Adresse.
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